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Kölner
Stadt-Anzeiger 02/2009
Integration durch
Sport fördern
Vereine sollen Frauen mit Migrationshintergrund
ansprechen
Aus niederschwelligen Angeboten sollen
langfristige Bindungen werden, hieß es bei der Tagung im Komed
im Mediapark.
Sportvereine sollen verstärkt versuchen, über „Schnupperangebote“
wie Spiel und Sportfeste Mädchen mit Migrationshintergrund für
den Sportverein zu interessieren. Das ist eine der Forderungen, die
bei der Tagung „Dabeisein ist alles – Einbindung von jungen
Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in den Sport“ im Komed im Mediapark
erhoben wurde.
Eingeladen hatte der Integrationsbeauftragte der NRW-Landesregierung,
Thomas Kufen, das NRW-Innenministerium sowie der Landessport-bund. Laut
Kufen sind nur zehn Prozent dieser Mädchen und jungen Frauen im
organisierten Sport aktiv.
Da Sport aber besonders geeignet sei, die gesellschaftliche Integration
zu unterstützen, müsse es das Ziel sein, „dass aus niederschwelligen
Angeboten langfristige Bindungen werden“. Dazu müssten eine
Reihe von „Hemmnissen“ abgebaut werden, so Ulrike Kraus
vom Innenministerium – und zwar bei den Mädchen wie bei den
Vereinen.
Dazu zählten kulturelle und religiöse Unterschiede, Mitgliedsbeiträge
oder Vorbehalte der Eltern. Dabei dürften die Mädchen von
den Vereinen nicht „auf Integrations-Objekte reduziert“
werden, sondern müssten „mit ihren Interessen und Bedürfnissen
ernst genommen werden“, betonte Professor Sebastian Braun von
der Humboldt-Universität Berlin. Verschiedene Projekte und Initiativen
laufen bereits – unter anderem wurden beim Landessportbund 60
Mädchen ausländischer Herkunft zu Übungsleiterinnen geschult.
(map)
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