For-BE- 05/2010

„Humboldt unterwegs – Die Stadt als Campus“

Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement am 15. Mai auf dem Alex

Unter Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin wird sich die Humboldt-Universität zu Berlin an sechs Tagen im Mai und Juni 2010 in der Stadt mit einem Veranstaltungsprogramm präsentieren, das zeigt, wie alltags- und lebensnah Wissenschaft sein kann.

Mit HUMBOLDT unterwegs knüpft die Humboldt-Universität an ihre lange Tradition öffentlicher Vorlesungen an, die bereits im 19. Jahrhundert außerordentlich erfolgreich waren und bis heute fortgeführt werden. Die Humboldt-Universität geht auf die Straße und macht die Stadt zum Campus. An zentralen Plätzen in Berlin lädt sie zu öffentlichen Seminaren, Diskussionsrunden und Praxiskursen ein.

Mit der Aktion HUMBOLDT unterwegs wird gezeigt, dass Wissenschaft zum Alltag und der Lebenswelt eines jeden gehört. Auch für Nicht-Akademiker soll deutlich werden, wie Forschung und Lehre an der Humboldt-Universität aussehen und welche Rolle die Universität für die Stadt spielt. In diesem Kontext stellt sich am 15. Mai 2010 ab 17 Uhr das Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement auf dem Alexanderplatz in Berlin- Mitte vor.

Unter dem Thema „Vita activa – Bürgerengagement in Zeiten gesellschaftlichen Wandels“ werden anhand ausgewählter Beispiele aus der anwendungsorientierten Forschung und konkreter praktischer Erfahrungen Möglichkeiten und Grenzen des Bürgerengagements in Zeiten des dynamischen gesellschaftlichen Wandels diskutiert. Die Frage lautet: In welcher Weise und inwieweit kann bürgerschaftliches Engagement einen Beitrag zur Bewältigung maßgeblicher gesellschaftlicher bzw. städtischer Herausforderung leisten?

Verkürzter Zivildienst, gekürzte Stellen in öffentlichen Einrichtungen – der Staat zieht sich zurück. Es gibt kaum einen Bereich, in dem es nicht gefordert wäre: bürgerschaftliches Engagement, der freiwillige Einsatz jenseits der Erwerbsarbeit und der Privatsphäre jenes Engagement, das in Politik, Sport, Kultur, Umwelt und Religionsgemeinschaften ebenso erbracht wird wie im Gesundheits‑, Bildungs‑, Rechts‑ und Rettungswesen, in der Jugendarbeit oder auch im Wirtschaftsleben.

Wurde es lange Zeit eher stiefmütterlich als Ehrenamt abgetan, so sind die Ansprüche an den engagierten Bürger derzeit kaum zu steigern. Die Zeiten der vita contemplativa, des beschaulichen Lebens für den Bürger, der auf den Staat vertrauen kann, sind vorbei, die vita activa ist die Maßgabe. Aus einem bunten Gemisch neuer politischer Konstellationen, veränderter Erkenntnisinteressen und Altbekanntem geht der aktive Bürger als Krisenmanager hervor, der den Wandel vom Wohlfahrtsstaat zur Wohlfahrtsgesellschaft vorantreiben soll.

Das Forum des „Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement“ diskutiert anhand ausgewählter Beispiele aus der anwendungsorientierten Forschung und konkreter praktischer Erfahrungen Möglichkeiten und Grenzen des Bürgerengagements in Zeiten des dynamischen gesellschaftlichen Wandels. In welcher Weise und inwieweit kann bürgerschaftliches Engagement einen Beitrag zur Bewältigung maßgeblicher gesellschaftlicher bzw. städtischer Herausforderung leisten? Exemplarisch dafür stehen die Bereiche Bildung, Integration und Sport.

 

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