Neue Westfälische - 11/2009

Eon Westfalen-Weser will Bürgerengagement fördern

Nach einem von einem Forschungszentrum entwickelten Kriterienkatalog wählte eine Jury aus 300 einereichten Projekten aus

Herford. Der Energieversorger Eon Westfalen-Weser belohnt Bürger-Engagement ab sofort nach einem neuen Konzept. Das wurde von einem „Forschungszentrum für bürgerschaftliches Engagement“ in Berlin entwickelt und jetzt erstmals angewandt. Drei Ehrenamtsprojekte in Herford und eines in Hiddenhausen profitieren.

Der Herforder Verein für Straffälligenhilfe erhält 6.000 Euro für die Ausbildung Gefangener zu Sportübungsleitern. Der Kinderschutzbund kann sich über 2.300 Euro für einen Kurzfilm „Wir über uns“ mit 15 Migrantenkindern freuen.

Der Verein für soziale Arbeit und Beratung (VAB) plant ein Müttercafé an der Otto-Hahn-Schule, über das Einwandererfrauen zur Schul-Mitwirkung gewonnen werden sollen – und wird mit 3.800 Euro gefördert.
Und an den Hiddenhausener Verein „Gemeinsam statt einsam“ gehen 2.000 Euro für eine „Materialkiste“, die Ehrenamtliche bei ihren Besuchen demenzkranker Mitbürger dabei haben.

Im MARTa nahmen Sprecher der vier Projekte in einer Feierstunde am Montag die Preise entgegen. In einer speziellen Broschüre werden ihre und die sieben anderen als Leuchtturmprojekte ausgewählten Vereine vorgestellt. Dort sind auch die Bewertungen der Jury abgedruckt, zu der neben Eon-Chef Henning Probst („ich habe über diese Tätigkeit viel gelernt“) und dem Soziologen Prof. Dr. Sebastian Braun, Referatsleiterin Ulrike Sommer aus dem NRW-Generationenministerium gehört.

Insgesamt hatten sich 300 Vereine beworben. Für 89 gab es nach einem von Professor Brauns Institut entwickelten Kriterienkatalog „Förderpakete“ um die 500 Euro; elf weitere erhielten Beträge zwischen 2.000 und 7.800 Euro. 100.000 Euro wurden ausgeschüttet – für Professor Braun ein Beleg dafür, dass Eon Westfalen-Weser „Gemeinwohlorientierung Ernst nimmt“.

 
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