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Westfalenblatt - 11/2009
Eon unterstützt Helfer im Ehrenamt
Energieversorger stellt elf „Leuchtturmprojekte“ aus der Region im Museum MARTa vor
Herford (pjs). Der eine Verein hilft jungen Strafgefangenen, der andere kümmert sich um Migrantinnen und deren Kinder: Vielfältig sind die Projekte bürgerschaftlichen Engagements in der Region, die der Energieversorger Eon Westfalen Weser nach einem neuartigen Spendenkonzept finanziell fördert. Im MARTa hat das Unternehmen am Montag elf Leuchtturmprojekte vorgestellt.
Sie sind nach Worten des Vorstandsvorsitzenden Henning Probst besonders vorbildlich und nachahmenswert. Gespendet werde bei der Aktion „Ideen werden Wirklichkeit – 100 Förderpakete für Vereine in der Region!“ nicht nach dem Gießkannenprinzip: Vielmehr gehe es darum, Prioritäten zu setzen und gezielter als bisher zu fördern, betonte Probst.
Mehr als 300 Vereine im Netzgebiet des Regionalversorgers hatten sich für eines von 100 Förderpaketen beworben.
Eine unabhängige Jury ermittelte die 100 herausragendsten und benannte von diesen elf als Leuchtturmprojekte. In der Feierstunde in Herford erhielten diese elf Vereine Urkunden und Förderpakete überreicht. 48 000 Euro fließen in die elf Leuchtturmprojekte, weitere 52 000 Euro in die übrigen 89 Förderpakete. Das neue Förderkonzept wurde in Kooperation mit dem Forschungszentrum für Bürgerliches Engagement der Humboldt-Universität zu Berlin realisiert, das bis Februar 2009 an der Universität Paderborn ansässig war.
Dort wurde ein Kriterienkatalog entwickelt. Henning Probst: „Die Anzahl und die Qualität der eingereichten Projekte zeigt, welch innovative Ideen in den Regionen Ostwestfalen-Lippe und dem Weserbergland stecken. Das zeigt mir auch, wie wichtig das Ehrenamt und dessen Unterstützung ist.“ Probst war Jurymitglied, ebenso wie Prof. Dr. Sebastian Braun und Ulrike Sommer, Leiterin des Referats für „Bürgerschaftliches Engagement, Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen“ im NRW-Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration.
Prof. Braun stellte Bewertungskriterien und Zielsetzung des Förderkonzepts vor: Das Konzept schaffe hohe Transparenz und biete Chancengleichheit für alle Vereine. Braun: „Entscheidend bei der Bewertung ist nicht die „Größe“ des Projekts, wesentlich wichtiger sind der innovative Charakter und die zeitnahe und realistische Umsetzbarkeit der Idee. Die lokale Bürgergesellschaft entwickelt sich gerade durch die vielen kleinen und innovativen Projekte weiter.“ Mit der Spendenaktion setze Eon wichtige Impulse: „Sie zeigt, dass es sich lohnt, mit Ideen für das Gemeinwesen aktiv zu werden.“
Ulrike Sommer betonte: „Bei dem Förderkonzept handelt es sich auch um eine vorbildliche Form des gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen. Mit dieser Unterstützung herausragender ehrenamtlicher Projekte gibt Eon Westfalen Weser einen wichtigen Impuls für die „Landschaft“ des ehrenamtlichen Engagements in seinem Netzgebiet.“
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