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Neue
Westfälische - 07/2006
Bürgerschaftliches Engagement
im Fokus
Neues Forschungszentrum an der Universität
Paderborn.
„Bürgerschaftliches Engagement, richtig durchdacht und durchgeführt,
ist eine Bereicherung für die Gesellschaft“, meint Prof.
Dr. Sebastian Braun, Direktor des Forschungszentrums für Bürgerschaftliches
Engagement an der Universität Paderborn. Ein achtköpfiges
Team beschäftigte sich mit allem, was zu einem bürgerschaftlichen
Engagement dazugehöre. Das seien insbesondere drei wesentliche
Elemente: Grundlagen- und Anwendungsorientierte Forschung, Organisationsberatung
sowie Fachimpulse für die gesellschaftspolitische Diskussion.
Zielgruppen sind Wirtschaftsunternehmen, Verbände, Vereine, Politik
und Verwaltung. Bisher besteht bereits eine Zusammenarbeit mit dem Energiekonzern
Eon und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Eine vom Unternehmen
BP finanzierte bundesweite Befragung zielt auf freiwilliges gesellschaftliches
Engagement von Wirtschaftsunternehmen.
Die Finanzierung des Forschungszentrums erfolgt durch Forschungsaufträge
und –anträge (Drittmittel). Damit wird die Beratung von Vereinen,
Verbänden, Politik und Unternehmen im Hinblick auf ehrenamtlichen
Einsatz gewährleistet. An Privatpersonen, die zum Beispiel wissen
wollen, ob ihre Art des Einsatzes im Bereich des Organisierens richtig
ist, richtet sich dieses Institut allerdings nicht. In solchen Fragen
helfen dann die Vereine weiter.
Entstanden ist das „Forschungszentrum für Bürgerschaftliches
Engagement“ nach rund zehn Jahren intensiver Beschäftigung
mit dem Thema. Braun: „Ich habe dabei festgestellt, dass die Forschung
bei uns im Vergleich zu Großbritannien und den USA nicht nur hinterher
hinkt, sondern auch, dass es in Deutschland keine Einrichtung für
dieses Thema gibt.“
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