Westfalenblatt - 11/2009

Bachpaten: Umweltprojekt überzeugt Jury

Verein „Lebendige Weser“ erhält finanzielle Unterstützung vom Energieversorger Eon

Höxter (WB). Der Verein „Lebendige Weser“ aus Höxter ist für sein Bachpaten-Projekt ausgezeichnet worden. Der Energieversorger Eon hat für dieses nachhaltige Engagement einen Preis in Höhe von 5000 Euro überreicht.

Verantwortung für die Natur übernehmen – so lautet das Stichwort. Kinder werden Paten für einen Gewässerabschnitt, den sie renaturieren. Dieser innovative Beitrag zur Nachhaltigkeit der naturnahen Gewässerentwicklung hat die Eon-Jury überzeugt. Die Preisübergabe an Christian Schneider vom Verein „Lebendige Weser“ hat im Herforder Museum MARTa stattgefunden.

Das Projekt „Bachpaten“ soll Jugendliche zu bürgerschaftlichem Engagement anregen. In „Bachcamps“ wurde ihnen in den Herbstferien ihre Gewässerabschnitte, für die sie zuständig sind, näher gebracht. Dabei konnten sie sich gegenseitig besser kennen und vertrauen lernen und mehr über die umgebende Natur erfahren. Im Anschluss daran sollen die Jungendlichen als Multiplikatoren ähnliche Camps durchführen.

Ein Konzept, das die unabhängige Jury überzeugte. Professor Sebastian Braun von Humboldt-Universität Berlin, Ulrike Sommer vom Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration und Henning Probst, Vorstandsvorsitzender der Eon Westfalen Weser AG, wählten die Bachpaten als eines von elf vorbildlichen ehrenamtlichen Leuchtturmprojekten unter mehr als 300 Mitbewerbern aus.

Ein Förderkriterium war dabei, dass das nachhaltige Projekt zeitnah umgesetzt werden kann. Insgesamt wurden 100 Förderpakete vergeben.
Eon Westfalen Weser hatte zu der Aktion unter dem Motto „Ideen werden Wirklichkeit – 100 Förderpakete für Vereine in der Region!“ im Frühjahr aufgerufen.

Das Förderkonzept wurde von der Eon Westfalen Weser in Kooperation mit dem Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt, das bis Februar 2009 an der Universität in Paderborn ansässig war. Jurymitglied Braun sieht die geförderten Projekte als zukunftsweisend, denn: „Die lokale Bürgergesellschaft entwickelt sich gerade durch die vielen kleinen und innovativen Projekte weiter.“

Im Frühjahr 2010 können sich gemeinnützige Vereine mit Innovativen Ideen wieder für eines der 100 Förderpakete bewerben.

 

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